Automatischer Lichtwechsel für ältere Märklin-Loks mit mechanischem Fahrtrichtungsumschalter

 

Grundgedanke

Ältere Wechselstromlokomotiven aus dem Hause Märkin bestizen zur Umschaltung der Fahrtrichtung ein mechanisches Relais. Bei diesen Lokomotiven erfolgt in der Regel kein Lichtwechsel; die Lämpchen brennen auf beiden Seiten der Lok, egal, in welche Richtung diese fährt. Lediglich alte Loks, bei deren Spitzensignal jede Lampe mit einer einzelnen Steckbirne beleuchtet ist, haben einen solchen Lichtwechsel.

Was kann man tun?

Man hat die Möglichkeit, die Anschlußkabel der Lämpchen umzulöten. Den "alten Hasen" unter den Lesern dürfte dies schon längst bekannt sein, trotzdem möchte ich an dieser Seite die einzelnen Schritte dieser Überarbeitung noch einmal aufzeigen aufzeigen.

 

Skizze A

Schaltplan einer Lok ohne Lichtwechsel im Originalzustand

 

1: mechanisches Umschaltrelais
2: Lampen
3: Kondensatoren
4: Feldmagnet
5: UKW-Drossel
6: Skischleifer
7: Schleifkohlen

Sehen wir uns Skizze A an. Sie zeigt eine der besagten Loks mit ihrer originalen Verdrahtung. Das mechanische Umschaltrelais besitzt zwei Anschlüsse, in der Skizze mit A1 und A2 bezeichnet. Von diesen Anschlüssen führen die Kabel D und C zum Feldmagneten. Kabel E und F, die Anschlußkabel der Lämpchen, sind jedoch an der Halterung der linken Schleifkohle (Nr. 7, Skizze) des Bürstenpaars angelötet. Ebenfalls dort angelötet sind Kabel A, die Stromzuführung vom Schleifer, und Kabel B, das die Spule des Umschaltrelais mit Strom versorgt.

 

 

Skizze B

Schaltplan einer Lok mit Lichtwechsel

 

Um einen Lichtwechsel zu erhalten, mußten Kabel E und F an den Anschlüssen A1 und A2 am Umschaltrelais, wo auch schon Kabel D und C angeschlossen sind, angelötet werden.

Auf Skizze B ist Kabel E zusammen mit Kabel C auf A1 verlötet, Kabel F mit Kabel D auf A2. Es gilt jedoch vorher an jeder Lok selbst zu überprüfen, welches der beiden Kabel D und C (also die beiden Kabel vom Umschaltrelais zum Feldmagneten) für Vorwärts- und welches für Rückwärtsfahrt dient. Wenn man dies herausgefunden hat, kann man Kabel E und F jenachdem an an A1 oder A2 anlöten. Beim löten ist darauf zu achten daß sich Kabel D und C nicht loslösen (was zu Folge hätte, daß auch sie neu angelötet werden müßten...).

Gegebenenfalls ist es auch erforderlich, Leitungen E und F mit neuen Kabeln auszustatten, falls die alten zu kurz sind. Skizze B zeigt die geänderte Verdrahtung.

Tip: Bei den Lötarbeiten am Umschaltrelais bitte mit großer Sorgfalt arbeiten. Der Rahmen dieses Relais ist aus Kunststoff gefertigt, die Eigenschaften dieses Materials bei sehr großer Hitze sind hinlänglich bekannt.

Dieser Umbau kann natürlich nur ausgeführt werden, wenn die Lok auch auf beiden Seiten beleuchtet ist. Bei diversen älteren Dampflokmodellen von Märklin sind die Tenderlampen nur als funktionslose Atrappen ausgeführt. Zu beachten gilt auch, daß die Lampen nach dem Umbau nicht mehr so hell brennen wie vorher. Das Aufblitzen der Lämpchen beim Wechseln der Fahrtrichtung bleibt jedoch, hier kann nur der Einbau eines elektronischen Fahrtrichtungsrelais Abhilfe schaffen.

Hinweis in eigener Sache: säntliche hier gezeigten Schritte stellen die von mir gewählte Vorgehensweise dar. Für Schäden, die durch Nachbauten entstehen, kann und werde ich keine Haftung übernehmen!

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