Märklin-Hamo Loks für den Wechselstrombetrieb umgerüstet

Auch Hamo-Lokomotiven eignen sich ideal zum Umbau. Sie sind meist sehr preiswert zu bekommen, für Digitalisten bieten sie den Vorteil daß erstens kein Umschalter, welcher nicht benötigt wird, mitgekauft werden muß. Zudem ist der Motor in den meisten Fällen - bis auf einige Ausnahmen - mit dem Hamo-Magneten ausgestattet, also ein Gleichstrommotor, was bei vielen neueren Digitaldecodern (z.B. dem LokPilot von Esu) ja die Vorraussetzung für den Einbau ist.

Stromabnahme

Ich möchte mich bei dieser Umbauanleitung speziell auf die Stromabnahme ein besonderes Augenmerk richten, die Verdrahtung erfolgt wie bei den Fleischmann-Loks mit einem elektronischen Fahrtrichtungsumschalter bei Analogbetrieb, für Digital mit einem Decoder.

Bei den Hamo-Loks sind die Achsen einseitig isoliert. Im Wechselstrombetrieb benötigt man jedoch auf beiden Seiten Massekontakt. Als Alternative zum Austausch der Achsen gegen unisolierte Wechsetlstrom-Radsätze kann der Hamo-Radschleifer weiterverwendet werden. Er ist auf dem antriebslosen Drehgestell mittels eine Plastikteils montiert welches gleichzeitig zur Isolierung dient.

Als erstes schrauben wir den Radschleifer ab und enfernen die Pertinax-Platte. Über dem Radschleifer wird nämlich später der Skischlefier montiert, wenn wir die Pertinax-Platte belassen würde hätte dieser möglicherweise auf Weichen nicht mehr genug Platz und das Drehgestell würde angehoben; zudem müßte eine neue, längere Befestigungsschraube besorgt werden, da die alte zu kurz wäre. Wird die Pertinaxplatte entfernt, ist es kein Problem die alte Schraube weiterzuverwenden.

Meine Lok hatte zusätzlich Radschleifer an den Achsen. Ich lötete ein kurzes Kabel sort an, das andere Ende des Kabels am Hamo-Radschleifer. Ist der zweite Radschleifer nicht vorhanden, empfieht es sich den Masseanschluß mittles Lötfahne an einer der beiden Schrauben des Motorschilds vorzunehmen.

Bei der Montage des Radschleifers darauf achten, daß er richtig herum eingebaut wird, also auf der Seite mit den isolierten Rädern! Dann wird die Oberseite mit Isolierband beklebt, nur das Schraubloch in der Mitte bleibt frei. Auch an den Skischleifer wird ein Kabel gelötet und ins Lokinnere geführt. Anschließend kann der Skischleifer über dem Radschleifer verschraubt werden.

Nochmals überprüfen, ob Rad- und Skischleifer auch wirklich keinen Kontakt miteinander haben, danach kann es mit der Verdrahtung der Lok losgehen.

Bild 1 Bild 2

 

Verdrahtung

Die Verdrahtung erfolgt wie gehabt: Rote bzw. braune Kabel werden an den beiden Motoranschlüssen angelötet, eines der schwarzen Kabel mit dem Schleifer verbunden, das andere mit der Masse. Die Lampen sind in diesem Fall natürlich über Dioden anzuschließen, denn wer möchte heute schon noch eine Lok ohne Lichtwechsel umrüsten, wie vor 40 Jahren. Anschluß erfolgt natürlich an den beiden Motoranschlüßen.

Hat die Lok einen Feldmagneten eingebaut (allerdings in den wenigsten Fällen) erfolgt die Verdrahtung gemäß dem Schema für Allstrommotoren. Für diesen Fall ist auch ein entsprechender Fahrtrichtungsumschalter/Decoder notwendig, außer man tauscht den Feldmangeten gegen einen Hamo-Magneten aus.

Fazit

Ein recht einfacher Umbau, den auch Einsteiger leicht nachvollziehen können!

Hinweis in eigener Sache: säntliche hier gezeigten Schritte stellen die von mir gewählte Vorgehensweise dar. Für Schäden, die durch Nachbauten entstehen, kann und werde ich keine Haftung übernehmen!

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