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Haftreifen für die
Köf und andere kleine Loks
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Jeder Modellbahner wird das Problem kennen: Häufig haben kleinere Loks keine ausreichende Zugkraft. Um ausreichend Massekontakt zu haben, haben die Hersteller oftmals auf Haftreifen verzichtet. Dies macht vor allem bei kleinen Modellen, wie der Köf, negativ bemerkbar.
Haftreifen könnten vielleicht Abhilfe schaffen, wird sich da schon mancher Modellbahner gedacht haben. Aber die Gegenfrage: der Hersteller hat sie doch nicht ohne Grund weggelassen, oder?
Geht es also, oder geht es nicht?
| Wie bekomme ich Haftreifen auf ein Rad? |
Das Einfräsen einer Haftreifen-Nut erfordert neben entsprechenden Werkzeugen auch eine gewisse Erfahrung. Deshalb wird hier auch mehr die Frage der Umrüstbarkeit und der möglichen Zahl der Haftreifen eingegangen. Für das Fräsen selbst bitte ich die Leser, sich an Werkstätten oder auch private Bastler zu wenden, die solche Arbeiten durchführen.
Wenn entsprechende Räder mit Haftreifen zur Verfügung stehen, ist auch einfach ein Radtausch möglich. Dazu ist aber eine Aufpreßvorrichtung zur verwenden, damit die Achse später rundläuft.
| Wie viele Haftreifen? |
Grundsätzlich gilt zu bedenken, daß Räder die mit Haftreifen versehen sind, nicht mehr für den Massekontakt zur Verfügung stehen.
Köf: die Lok verfügt über vier Räder. Würde man nun eine Achse komplett mit Haftreifen bestücken, so hätte man nur noch zwei Räder für die Stromabnahme zur Verfügung. Dies kann bei leicht verschmutzten Gleisen bereits zu Problemen führen. Die Lösung lag also darin, nur ein Rad mit einem Haftreifen zu versehen, so daß anschließend noch drei Räder für die Stromabnahme zur Verfügung standen - da bei Mittelleiter-Wechselstrom ja auf beiden Gleisen die Massespannung anliegt.
Dieser Umbau kann natürlich auch an vergleichbaren Modellen durchgeführt werden. Wichtig ist dabei in jedem Fall, daß es sich um Ganzmetallräder handelt.

Hier ist eine umgebaute Köf zu sehen. Deutlich sieht man auf der hinteren Achse den Haftreifen.
| Fazit |
Dieser Umbau wurde an knapp 15 Köfs durchgeführt. Die meisten davon werden ausschließlich digital betrieben. Kontaktprobleme hatte bisher noch kein Modellbahner mit den umgebauten Loks. Im Gegenteil, die Zugkraft der Maschinen wurde erheblich verbessert.
Hinweis in eigener Sache: säntliche hier gezeigten Schritte stellen die von mir gewählte Vorgehensweise dar. Für Schäden, die durch Nachbauten entstehen, kann und werde ich keine Haftung übernehmen!
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