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Neumotorisierung und Umbau auf Wechselstrombetrieb
einer V 100 von Trix
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Eher zufällig stieß ich vor einiger Zeit bei Ebay auf eine Auktion, in der eine V 100 angeboten wurde. Der Verkäufer wußte nicht so recht, ob es sich bei diesem Modell nun um eine Lokomotive des Fabrikats Fleischmann oder Trix handelte. Das unscharfe Bild gab ein übriges hinzu, den Preis nicht gerade in die Höhe schnellen zu lassen, und so konnte ich die Maschine für kleines Geld erwerben.
Anschließende Recherchen ergaben, daß es sich eindeutig um das Trix-Modell handelte. Die Lok mit der Betriebsnummer V 100 1009 stellt eine Maschine der Reihe V 100.10 (ab 1968 BR 211) dar, während die Fleischmannlok die Reihe V 100.20 (spätere 212) zum Vorbild hat.
Als die Lok bei mir eintraf, zeigte sich eine interessante Besonderheit: die Lok verfügte über Trix-Internationl (also 2-Leiter-Gleichstrom) Radsätze, die Kupplungen waren jedoch Trix Express. Vermutlich hatte einer der Vorbesitzer die Maschine durch Radsatztausch für eine Zweileiter-Anlage umgerüstet, jedoch nicht gewußt wie man die Kupplungen tauscht. So ist davon auszugehen, daß sich der Einsatz der Lok entweder aufs Bw beschränkte oder sie mit einem "Adapterwagen" Dienst tat, der auf einer Seite über die TE-Kupplung, auf der anderen Seite jedoch über eine NEM-Kupplung verfügte.
Dieser Umbau wurde zwar nicht von mir selbst, sondern von einem Bekannten durchgeführt, trotzdem möchte ich ein wenig erläutern, was geändert wurde. Auf eine detailierte Beschreibung der Elektrik wird hier verzichtet.
| Ausgangszustand |
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Die noch nicht umgebaute V 100 mit dem originalen Innenleben. Die Fahreigenschaften waren nicht gerade berauschend und die Maschine lief zudem sehr laut. |
| Hier sehen wir auch gleich den "Verantwortlichen" für die schelchten Fahreigenschaften: den alten Perma-Motor. In Verbindung mit einem Wellen- und Schneckengetriebe wie bei den meisten Trixloks führt ein solcher Motor zu aprubtem Halt bei rotem Signal und bei Stromunterbrechungen. |
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Ein wichtiger Hinweis für alle Besitzer alter Trix-Triebfahrzeuge mit diesem Motortyp: freilich kann man solche Loks auch auf Faulhabermotoren umrüsten, was jedoch sehr teuer kommt. Alternativ dazu ist eine Umrüstung mit Mabuchi-Motoren möglich. Dazu haben Bernd Tauert und Heiko Mehnert Umbausätze entwickelt, die auch von weniger geübten Bastlern eingebaut werden können. Zwar bezieht sich die verlinkte Seite in erster Linie auf Trix Express, aber war spricht dagegen diese Motoren auch in den (antriebstechnisch ja baugleichen) Trix-Internationl-Modellen zu verwenden?
| Nach dem Umbau - was wurde geändert? |
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| Hier sehen wir das neue Innenleben der V 100.
Angenehm fällt sogleich auf, daß der neue Motor weit weniger voluminös ist
als der alte. Er ist wieder von Trix, ein MOtor wie er u.a. auch in den BR
92 oder 54 verbaut ist. Mit Schwungmasse versehen erhielt er einen passenden
Kardanmitnehmer und wurde mit einem stabilen Messingdraht befestigt.
Bei der Wahlt des Decoders oder Fahrtrichtungsumschalters hat der Modellbahenr freie Auswahl. In dieser Lok wurde er oberhalb des antriebslosen Drehgestells zwischen Halteblech für das Gehäuse und der Birne der Frontbeleuchtung montiert. |
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Das Fahrwerk von unten. Ist die Lok auf beiden Drehgestellen
angetrieben, so muß der Antrieb von einem Drehgestell ausgebaut werden.
Express-Radsätze müssen natürlich gegen die von Trix-International oder
passende Räder eines anderen Herstellers getauscht werden.f Werden AC-Räder montiert, so benötigt man im Grunde gar keine Radschleifer mehr. An meinem Modell war das antriebslose Drehgestell bereits mit den "internationalen" Radschleifern versehen. Bei Verwendung von Trix International Rädern muß auch unbedingt ein solcher "internationaler" Radschleifer montiert werden! |
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| Die TE-Schleifer am angetriebenen Drehgestell kann man beibehalten, sie müssen aber so eingesetzt werden, daß sie auf den Außenschienen schleifen! | Für die Befestigung des Schleifers können die bereits vorhandenen Schrauben weiterverwendet werden, mit denen zuvor die Halterung der Radschleifer montiert war. Hierzu müssen auf neben dem mittigen originalen Schraubloch zwei neue, kleinere Löcher gebohrt werden. Es empfiehlt sich dabei die Pertinaxplatte zu entfernen, sie wird für diese Lok nicht benötigt. Zur Isolierung gegen das Chassis dient die bereits vorhandene Halteplatte aus Plastik der früheren TE-Schleifer. |
| Fazit |
Mein Lokpark ist um eine interessante V 100-Variante gewachsen. Die Lok verfügt über eine gute Laufkultur und dank der schweren Ganzmetallbauweise über gute Traktionseigenschaften. Auch wenn die Detailierung mit neueren Modellen natürlich nicht mithalten kann.
Hinweis in eigener Sache: Für Schäden, die durch Nachbauten entstehen, kann und werde ich selbstverständlich keine Haftung übernehmen!
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