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Neumotorisierung und Umbau auf Wechselstrombetrieb
des "Adlers" von Trix
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Die Nachbildung der ersten deutschen Eisenbahn ist ein Klassiker von Trix. Auch auf Anlagen späterer Epochen wirkt dieser Zug als Museumsfahrzeug durchaus glaubhaft!
Gewiß: wer ein Modell sucht, das in wirklich allen Aspekten heutigen Ansprüchen genügt und dem aktuellen Stand der Modellbahntechnik entspricht, sollte nach dem Clubmodell Ausschau halten, daß Märklin und Trix im Jahre 2001 anboten. Dieser Zug hat mit dem alten 60er-Jahre-Modell außer dem Vorbild rein gar nichts mehr gemeinsam. Die Modellausführung bewegt sich dabei auf Kleinserien-Niveau.
Im Vergleich dazu sieht sieht das frühere Trix-Modell ziemlich "alt" aus. Die Detailierung ist bei weitem nicht zu vergleichen und entspricht dem Stand der 60er Jahre. Hinzu kommt, daß der Maßstab eigentlich zu groß gewählt wurde: der Adler ist tatsächlich in 1:64 gehalten! Zudem ist der Antrieb durch den Standart-Permamotor veraltet, die Fahreigenschaften werden kaum heutigen Ansprüchen gerecht. Trix-Modelle mit diesem Motor werden von manchen Modellbahnern auch gerne als "Hau-Ruck-Loks" bezeichnet.
Trotzdem lohnt sich auch noch ein Umbau des alten Trix-Modells, zumal dieser recht einfach zu bewerkstelligen ist. Als Basis dient dazu wie bei den bisherigen Trix-Umbauten auch ein Modell der International-Serie. Einerseits sind diese deutlich preiswerter zu bekommen als die Express-Modelle; andererseits würde bei einem TE-Modell ein Tausch sämtlicher Räder nötig werden: die würde den Umbau nochmals erheblich verteuern!
Eine Zeitlang wurde sogar eine Ausführung für Märklin-Mittelleiter angeboten. Über einen speziellen Schaltkasten, der neben einem Gleichtrichter einen Umpolschalter enthielt, konnte man den Gleichstrom-Zug mit dem normalen Wechselstrom-Fahrtrafo auf den Märklinigleisen laufen lassen.
Diesen Modellen war keine besonders lange Bauzeit beschieden und sie sind heute eher selten zu bekommen. Macht aber nichts, da man Trix-Modelle einfach auf Mittelleiter-Wechselstrom umbauen kann - vorausgesetzt man nimmt eine Trix-International Variante. !
| Die Lok |
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| Die Lok des Adler-Zuges verfügt über keinen Antrieb!
Eingefleischte "Märklinisten", die um jeden Preis den Antrieb in der Lok
fordern und selbst die erstklassigen Dampflokmodelle der Fa. Fleischmann
wegen ihres Tenderantriebes ablehnen, mögen schockiert sein, wenn sie
erfahren, daß bei diesem Zug die Lok vom ersten Personenwagen des Zuges
geschoben wird!
Aber so war das in den 60er Jahren, die Standart-Motoren hätten nie und nimmer nicht einmal in den Tender gepaßt, und eine Spur N, von der man kleinere Motoren hätte entleihen können, hatte Trix damals noch nicht. Die Modele wurden einfach um die Motoren herumgebaut. Was wird nun an der Lok verändert? Im Grunde nichts. Es ist lediglich zu überprüfen, ob das Innenmaß der Radsätze der NEM-Norm für Mittelleiter-Wechselstrom entspricht, nämlich 13,8 mm. Sollte das nicht der Fall sein, ist es auf dieses Maß zu korrigieren, um späteren Entgleisungen auf den Märklin-Weichen vorzubeugen. |
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| Die Wagengarnitur |
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Die drei Personenwagen des Adler-Zuges sind fest miteinander gekuppelt. |
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Die werkseitig vorhandenen Radschleifer können ausgebaut werden. Dafür werden die Radsätze so eingesetzt, daß auf beiden Gleisen Massekontakt besteht. |
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Der Skischleifer wird unter dem mittleren Wagen verschraubt. Es handelt sich um einen Märklin-Schleifer 7164. |
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Die Unterseite des angetriebenen Wagens. |
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Warum ein Motorumbau? Nun, im Originalzustand
verfügt der Adler über den "Standart-Permamotor" von Trix, einen dreipoligen
Gleichstrommotor, den wir schon bei anderen Umbauten kennengelernt haben.
Die Fahreigenschaften dieses Motors sind - mit Verlaub - miserabel. Die viel
zu hohe Geschwindigkeit, schlechte Regelbarkeit und der fehlende Auslauf
sind dabei nur drei Aspekte.
Der neue Motor ist ein Mabuchi. Den Umbausatz bekommt man für ca. 30 € bei Heiko Mehnert. Alternativ kann man auch einen Umbausatz von SB-Modellbau einbauen - dann verfügt der Adler über einen Glockenanker-Motor, die Neumotorisierung wird aber knapp drei mal so teuer wie bei der Mabuchi-Variante. In meinem Fall wäre der Umbausatz alleine teuerer gekommen als das Modell selbst. Mit den Fahreigenschaften, die der Adler nach dem Umbau besitzt, braucht er sich in der Tat auch hinter Modellen mit Faulhabermotoren nicht zu verstecken! Übrigens: soll der Adler digital gefahren werden, so ist der Motorumbau sogar zwingend erforderlich, denn der hohen Stromaufnahme der Permamotoren ist wohl kaum ein Decoder auf längere Frist gewachsen. |
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Im mittleren Wagen, unter dem der Schleifer sitzt, kann man einen Fahrtrichtungsumschalter oder Decoder einbauen. Schlechte Karten dürfte man wohl lediglich mit Märklins bisherigen Mäuseklavier-Decodern haben, die wegen ihres Platzbedarfes nur nach einem Austausch des Ballastgewichtes gegen ein flaches Exemplar passen dürften, wenn überhaupt. |
| Fazit |
Der Umbau hat sich gelohnt. Trotz der eingangs erwähnten, durch das Alter des Modells bedingten Mängeln in Sachen Maßhaltigkeit und Detailierung, ist ein schönes Modell entstanden, das im Anlagenbetrieb mit einer exzellenten Laufkultur aufwarten kann. Zumal der zu große Maßstab "mangels" maßtstabsgerechten Vergleichmodells sowieso kaum auffällt!
Hinweis in eigener Sache: Für Schäden, die durch Nachbauten entstehen, kann und werde ich selbstverständlich keine Haftung übernehmen!
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