| Verputzen mit Gries |
Bevor die Produktion von Plastik-Bausätzen im großen Stil üblich war, stellten Firmen wie Faller oder Vau-Pe Häuser mit Wänden aus Pappe oder Holz her, die mit Gries verputzt wurden.
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Die zu verputzenden Wände wurden zuerst mit etwas verdünntem
Ponal eingestrichen. Anschließend wurde Gries darauf gestreut. Hier nimmt man am besten ein Stück Pappe als Arbeitsunterlage, so kann man den Gries, der nebenhin fällt, anschließend wieder in den Behälter zurückkippen und weiterverwenden. Auch das Haus bzw. das Wandteil wird anschließend über dem Behältnis umgekippt, und der nicht feste Gries abgeschüttelt. Jetzt sieht man, ob noch Stellen vorhanden sind, an denen kein Gries festgehaftet ist. Diese bessert man dann vorher aus – Achtung: hier den Gries mit großem Bedacht aufstreuen, damit sich an der Stelle keine unerwünschte Beule herausbildet! |
Genaues Arbeiten ist auch geboten, wenn bereits Fenster und Türen in der Wand montiert sind. Am besten verwendet man hier zum Auftragen des Leims feinere Pinsel, so daß kein Kleber auf Tür- und Fensterrahmen gelangt. Sollte das doch geschehen, und man bemerkt es nicht und anschließend klebt Gries auf den Rahmen fest: mit einem Schraubenzieher vorsichtig abschaben, bevor der Leim trocknet.
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Anschließend stellt man das ganze hin und läßt es gut durchtrocknen. Als Weiterbehandlung empfiehlt es sich manchmal, bei größeren Wandteilen den Gries nach dem Austrocknen noch mal mit einem sehr stark verdünnten Ponal einzustreichen, um der Bildung von Rissen vorzubeugen. Aber Vorsicht: nur wirklich stark verdünnten Leim verwenden – ansonsten würde die Putzstruktur wieder zugekleistert. |
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| Am Ende wird der Putz mit Plaka-Farbe gestrichen. Auch hier sollte die Farbe mit Wasser verdünnt werden, damit die Putzstruktur nicht unter dickflüssiger Farbe verschwindet und die Mühe damit umsonst war. | |