Primex - Produktnamen bei Märklin
 

Die Firma Märklin hat Laufe ihrer Geschichte immer wieder Produktlinien herausgebracht, die unter einem eigenen Markennamen liefen. Da steht Primex also nicht alleine da.

Dabei fällt vor allem die häufige von Verwendung von Namen mit einer "-ex"-Endung auf. Über die Herkunft oder Bedeutung dieser Namen bzw. über das Schema nach dem sie gebildet werden wurde bereits öfters diskutiert. Märklin selbst hat dazu bislang allerdings keine Aussagen gemacht, so daß es bei Spekulationen bzw. Deutungsversuchen bleiben muß. An solchen Namen gab bzw. gibt es z.T. immer noch "Relex", "Telex", "Antex", "Minex" oder "Elex".

Eine Möglichkeit zur Deutung dieser Namen wäre die Herkunft bestimmter Vorsilben dem Lateinischen und Griechischen. Also u.a. "minus" (klein, wenig) , "primus" (der erste bzw. beste), "tele" (entfernt, in der Ferne, über eine Entfernung), "re" (zurück,rückwärts...) sowie "ante(x)" (vor, vorher).

So würde sich z.B. die "Telex"-Kupplung als fernsteuerbare Kupplung, Primex als Einstiegsprogramm ("das erste") deuten lassen.

Minex liese sich u.a. dadurch deuten, daß dies ursprünglich die verkleinerte Variante des Metallbaukastens von Märklin war, also MINiatur EXperimentierbaukasten. Damit liese sich auch die Endung "-ex" erklären, da diese Namen anfangs für Experimentierkästen verwendet wurden. Bei der späteren Oe-Schmalspurbahn dürfte der ursprüngliche Sinn des Namens keine Bedeutung mehr gehabt haben und es eher um die Weiterverwendung eines bereits vorhandenen Markennamen gegangen sein. Ähnlich wie es mit der "-ex"-Endung der Fall gewesen sein dürfte, als man diese auch für Kupplungen verwendete.

"Elex" war ein Elektrobaukasten der in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts angeboten wurde; die Bezeichnung wurde aber für einen Metallbaukasten-Motor noch bis in die 70er Jahre weiterverwendet. So läßt sich "Elex" ganz einfach als "Elektro-Experimentierkasten" deuten.

Eine rein deutsche Wortbildung dürfte der frühere Markenname "Marbi" für einen vereinfachten Metallbaukasten gewesen sein, was wohl soviel wie "rklin billig" hieß. Damals hatte "billig" noch nicht den negativen Beigeschmack den es heute hat, wo man dieses Wort oftmals auch mit "minderwertig" in Verbindung bringt. Man gebrauchte diesen Begriff seinerzeit noch für das, was man heute eher als "günstig" oder "preiswert" bezeichnen würden.

Übrigens, Primex startete zwar erst 1969, doch tauchte der Name "Primex" bereits ein Jahr zuvor im Märklin-Hauptkatalog auf: damals wurde die Bügelkupplung ohne Vorentkupplung als "Primex-Kupplung" bezeichnet.