Die Technik der Primex-Bahn
 

Technisch gesehen basierte die Primex-Bahn voll und ganz auf dem System von Märklin HO. Also ein Mittelleiter-Wechselstromsystem mit Stromabnahme über Punktkontakte in der Mitte des Gleises.

Als Transformatoren standen je ein 10 VA und ein 30 VA Fahrtrafo zur Verfügung. Hierfür wurden alte Versionen der Märklin-Trafos mit Blechgehäuse weiterproduziert, während im Original Märklin-Programm Trafos mit Kunststoff-Gehäuse Einzug hielten.

Anfangs waren die Lokomotiven auch technisch soweit vereinfacht, daß die Fahrtrichtungsumschaltung nur über einen Handschalthebel möglich war. Davon kam man jedoch schon bald wieder ab. Die Modelle erhielten nun wie bei Märklin ein elektromechanisches Relais zur Umschaltung der Fahrtrichtung. Trotzdem gab es auch weiterhin neben den optischen auch technische Vereinfachungen wie eine geringere Zahl angetriebener Achsen oder fehlender Ausrüsten für den Oberleitungsbetrieb bei Elektrolokomotiven.

Die Kupplungen entsprachen ebenfalls denen von Märklin HO. Also eine Bügelkupplung nach der NEM-Norm, die mit denen der Mitbewerber kompatibel ist. Märklin bezeichnet diese Kupplungen im eigenen Sprachgebrauch als "Relex-Kupplungen" und rüstet sie mit einer zusätzlichen Vorentkupplung aus, was auch bei den Primex-Modellen der Fall war.

Als 1968 der Name Primex zum ersten Mal im Hauptkatalog von Märklin auftauchte, bezeichnete man damit die Märklin-Bügelkupplung die eben über jene Vorentkupplung nicht verfügte. Ein Kupplungstyp, der jedoch nur bei einer Hand voll Modellen Verwendung fand.